Nachhaltige Veranstaltungen – Internationale Standards
„Nachhaltigkeit“ als Qualitätsmaßstab gewinnt für die weltweite Eventindustrie an Bedeutung. Kongresse, Konferenzen, Ausstellungen, Kulturfestivals und Sportbewerbe richten ihre Strategien und Leistungen auf nachhaltige Effekte aus. Veranstaltungen sollen einen erkennbaren Nutzen für Umwelt, Klima, Regionalwirtschaft und soziale Interessen erbringen.
So sind etwa die Organisatoren der Olympischen Sommerspiele London 2012 darauf bedacht, dass nicht nur über das sportliche Ereignis der Superlative berichtet wird, sondern dass mit dem Großevent neue Meilensteine für Klimaschutz, Abfallvermeidung, gesunde Lebensweise oder gesellschaftliche Integration gesetzt werden. Mehrere internationale Arbeitsgruppen arbeiten zur Zeit an Vereinbarungen zu Qualitätsstandards, um die Nachhaltigkeit von Großevents nachvollziehbar und vergleichbar zu machen. Diese Normierungen betreffen drei unterschiedliche Leistungsfelder:- „Managementsysteme“ für Unternehmen, die Events vorbereiten oder ausrichten (SMS – Sustainable Management Systems, geplant als ISO-Standard)
- „Sustainability Labelling“ für Veranstaltungen: Eine Standardisierung von Leistungskriterien wird insbesondere für Meetings (Konferenzen, Kongresse, etc.) angestrebt.
- „Sustainability Reporting“ für Mega-Events: Festlegung von Richtlinien zu Nachhaltigkeitsberichten über Events, im Rahmen eines sog. Sector Supplements der Global Reporting Initiative (GRI)
Das Lebensministerium ist über Fachexperten an der internationalen Standardisierung nach ISO bzw. GRI eingebunden. Ebenso wird - in Anlehnung an bestehende „Green Labellings“ diverser internationaler Event-Dachverbände - ein neues „Österreichisches Umweltzeichen für Konferenzen und Kongresse“ erarbeitet. Mit diesen Aktivitäten wird es der österreichischen Veranstaltungsbranche erleichtert, ihre Leistungen für die Nachhaltig Entwicklung darstellen zu können.
21.01.2010, Lebensministerium VI/5

