Der Nachhaltigkeitsbericht zur EURO 2008
Für die Fußballeuropameisterschaft wurde ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept erarbeitet. Der am 13. November 2008 präsentierte Nachhaltigkeitsbericht legt Rechenschaft darüber ab, wie die Ziele erreicht wurden, und formuliert Empfehlungen für künftige (Sport-) Großveranstaltungen.
Die Fußballeuropameisterschaft war die erste Fußball-Großveranstaltung mit einem umfassenden Nachhaltigkeitskonzept. Es enthielt 60 Maßnahmen für Umwelt, Wirtschaft und Soziales/Kultur. Der nun erschienene Nachhaltigkeitsbericht legt Rechenschaft darüber ab, wie die Ziele erreicht wurden, und formuliert Empfehlungen für künftige (Sport-) Großveranstaltungen. Beispielhaft sind die ökologischen Erfolge bei der Lenkung der Besucherströme auf öffentliche Verkehrsmittel sowie bei der Versorgung der Stadien mit Ökostrom und im Abfallmanagement durch den Einsatz von Mehrwegbechern und konsequentes PET-Recycling.
Insbesondere im Verkehrssektor wurde mit einem sehr hohen öffentlichen Verkehrsanteil ein neuer Standard für künftige Großveranstaltungen gesetzt. Dabei spielte sowohl das Kombiticket (Matchticket als 36h-Generalabonnement für den öffentlichen Verkehr in Österreich und der Schweiz) wie auch das stark erweiterte Verkehrsangebot eine wesentliche Rolle. Neben der sehr guten öffentlichen Erreichbarkeit haben die acht Turnierstadien auf Grund ihres Umweltmanagementsystems in vielerlei Hinsicht Vorbildcharakter.
Der Strombedarf der Stadien konnte während der EURO 2008 durch Ökostrom abgedeckt werden, durch den Einsatz von Mehrwegbechern und einem umfassenden PET-Recyclings konnten Abfallmengen vermieden werden. Die für die EURO 2008 errichteten bzw. erweiterten Stadien werden in Österreich für eine langfristige Verbesserung der Sportinfrastruktur sorgen.
Sowohl Stadien als auch Fanzonen der EURO 2008 waren barrierefrei zugänglich, in den Stadien standen insgesamt 4.100 Rollstuhlplätze bereit. Ein spezielles Service ermöglichte es auch blinden und sehbehinderten Menschen, das Spielgeschehen mit Hilfe eines Audio-Kommentars live im Stadion zu verfolgen. Zahlreiche Projekte zur Fanbetreuung, Anti-Rassismus-Initiativen und Kulturprogramme rundeten das Rahmenprogramm ab.
Klimaneutral durch „Umwelt am Ball“
Im Rahmen der von Umweltminister Josef Pröll ins Leben gerufenen Initiative „Umwelt am Ball“ wurden zum Anlass der EURO 2008 zahlreiche Umweltmaßnahmen erfolgreich umgesetzt. Mit Coca-Cola, BP Austria, der AVE, den ÖBB und dem ARA-System konnten fünf schlagkräftige „Umwelt am Ball“-Partner gewonnen werden. Zahlreiche weitere Akteure wie die Betreiber der vier EM-Stadien oder die ASFINAG wurden mit einem „Grünen Ball“ ausgezeichnet. Die tatsächlichen Treibhausgas-Emissionen für Stadien, Fanzonen und Mobilität konnten durch die gesetzten Maßnahmen mit rund 18.000 Tonnen in Österreich weit unter den ursprünglichen Prognosen gehalten werden. Die „Umwelt am Ball“-Partner brachten insgesamt € 124.000,- für den Klima-Kompensations-Topf „Climate Austria“ auf, womit 8.500 Tonnen CO2 durch zusätzliche Klimaschutzprojekte in Österreich ausgeglichen werden konnten. Weitere 10.000 Tonnen CO2 konnten durch die im Rahmen von „Umwelt am Ball“ initiierten Klimaschutzprojekte in Kommunen, Sportvereinen und Tourismusbetrieben kompensiert werden. Unterm Strich ist es damit gelungen, die EURO 2008 in Österreich klimaneutral abzuwickeln.
Downloads
EURO 2008_Nachhaltigkeitsbericht_D.pdf (PDF 9347,08 kB )
EURO 2008_Nachhaltigkeitsbericht_E.pdf (PDF 9199,66 kB )
EURO 2008_Nachhaltigkeitsbericht_F.pdf (PDF 9390,66 kB )
10.09.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit

