EURO 2008: Umwelt am Ball
„Umwelt am Ball“ ist die gemeinsame Nachhaltigkeits-Initiative des Lebensministeriums und „2008 – Österreich am Ball“ zur Fußball-EM 2008.
Die Fußball-Europameisterschaft war nicht nur die größte Veranstaltung, die Österreich und die Schweiz jemals durchführt haben, sondern war auch die erste Fußball-Großveranstaltung mit einem umfassenden Nachhaltigkeitskonzept. Es enthielt 60 Maßnahmen für Umwelt, Wirtschaft und Soziales/Kultur. Beispielhaft sind die ökologischen Erfolge bei der Lenkung der Besucherströme auf öffentliche Verkehrsmittel, bei der Versorgung der Stadien mit Ökostrom und im Abfallmanagement durch den Einsatz von Mehrwegbechern und konsequentes PET-Recycling.Insbesondere im Verkehrssektor wurde mit einem sehr hohen öffentlichen Verkehrsanteil ein neuer Standard für künftige Großveranstaltungen gesetzt. Dabei spielte sowohl das Kombiticket (Matchticket als 36h-Generalabonnement für den öffentlichen Verkehr in Österreich und der Schweiz) wie auch das stark erweiterte Verkehrsangebot eine wesentliche Rolle. Neben der sehr guten öffentlichen Erreichbarkeit haben die acht Turnierstadien auf Grund ihres Umweltmanagementsystems in vielerlei Hinsicht Vorbildcharakter.
Der Strombedarf der Stadien konnte während der EURO 2008 durch Ökostrom abgedeckt werden, durch den Einsatz von Mehrwegbechern und einem umfassenden PET-Recycling konnten Abfallmengen vermieden werden. Die für die EURO 2008 errichteten bzw. erweiterten Stadien werden in Österreich für eine langfristige Verbesserung der Sportinfrastruktur sorgen.
Sowohl Stadien als auch Fanzonen der EURO 2008 waren barrierefrei zugänglich, in den Stadien standen insgesamt 4.100 Rollstuhlplätze bereit. Ein spezielles Service ermöglichte es auch blinden und sehbehinderten Menschen, das Spielgeschehen mit Hilfe eines Audio-Kommentars live im Stadion zu verfolgen. Zahlreiche Projekte zur Fanbetreuung, Anti-Rassismus-Initiativen und Kulturprogramme rundeten das Rahmenprogramm ab.
Wichtigsten Maßnahmen:
- Klimaneutrale Großveranstaltung: Die tatsächlichen Treibhausgas-Emissionen für Stadien, Fanzonen und Mobilität konnten durch die gesetzten Maßnahmen mit rund 18.000 Tonnen in Österreich weit unter den ursprünglichen Prognosen gehalten werden. Die „Umwelt am Ball“-Partner brachten insgesamt € 124.000,- für den Klima-Kompensations-Topf „Climate Austria“ auf, womit 8.500 Tonnen CO2 durch zusätzliche Klimaschutzprojekte in Österreich ausgeglichen werden konnten. Weitere 10.000 Tonnen CO2 konnten durch die im Rahmen von „Umwelt am Ball“ initiierten Klimaschutzprojekte in Kommunen, Sportvereinen und Tourismusbetrieben kompensiert werden.
- Stadien wie auch Fanzonen der EURO 2008 waren barrierefrei zugänglich.
- Der Strombedarf der Stadien konnte während der EURO 2008 durch Ökostrom abgedeckt werden.
- umfassendes PET-Recycling
- EMAS-Zertifizierung von Österreichischen Stadien
- Kombiticket: Matchticket als 36h-Generalabonnement für den öffentlichen Verkehr in Österreich und der Schweiz
Umwelt am Ball
12.09.2009, GreenEvents


