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Bund-Bundesländernetzwerk

2008 gibt es in den Bundesländern Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Wien und Vorarlberg Angebote für InteressentInnen von nachhaltigen Veranstaltungen wie Hilfestellungen im Internet zur Organisation, Ausrichtung und Nachbereitung von regionalen Festen.

Um die einzelnen Initiativen zu vernetzen, wurde das Bund-Bundesländer-Netzwerk "Nachhaltige Feste in Österreich" ins Leben gerufen.

In Österreich finden jährlich tausende Sport- und Kulturveranstaltungen, regionale Feste, Kongresse oder Meetings statt. Diese Veranstaltungen haben große wirtschaftliche, aber auch soziale und kulturelle Bedeutung für Österreich. Besonders lokale Feste und regionale Veranstaltungen gehören zur kulturellen Entwicklung eines Landes und an der Art wie gefeiert wird, kann einiges abgelesen werden, auch wie nachhaltig eine Region oder eine Stadt überhaupt ist. Veranstaltungen und Feste verursachen große Mengen an Ressourcen, verursachen Emissionen und beeinträchtigen damit unsere Umwelt.

Immer mehr VeranstalterInnen berücksichtigen Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte in der Planung und Durchführung ihrer Veranstaltungen. »Green Events« zeichnen sich durch Themen wie die umweltfreundliche Anreise der Gäste, die Verwendung regionaler und biologischer Produkte, Abfallvermeidung oder die Einbindung der Bevölkerung in die Planung und Durchführung von Veranstaltungen aus. »Green Events« werden anhand von nachhaltigen Kriterien geplant, organisiert und ausgerichtet, nämlich: umweltgerecht, sozial verträglich und ökonomisch erfolgreich. Damit wird von allen Beteiligten Verantwortung gegenüber unserer Umwelt und der Gesellschaft signalisiert.

„Green Events Austria“ ist eine Initiative des Lebensministeriums in Kooperation mit dem Österreichischen Ökologie-Institut.

Um die einzelnen regionalen Initiativen in Österreich zu vernetzen, wurde das Bund-Bundesländer Netzwerk »Nachhaltige Feste in Österreich« ins Leben gerufen.

Bereits im Jahre 2001 wurde in der Steiermark begleitend zur Landesausstellung die Marke "g'scheit feiern" eingeführt. Diese Erfolgstory ermutigte andere Bundesländer, eigene Initiativen zu starten. Das Österreichische Ökologie-Institut betreute mit Unterstützung des Lebensministeriums und PartnerInnen aus Wien, Salzburg, Vorarlberg und Oberösterreich einige Pilotvorhaben mit dem Ziel, die Idee „Green Events Austria“ in Österreich als Standard zu verankern.

Am 26. März 2008 hat die Umweltschutzabteilung der Salzburger Landesregierung zu dem Erfahrungsaustausch „Nachhaltig Feiern in der Region - ein Erfahrungsaustausch“ nach Salzburg eingeladen. Neben VertreterInnen des Lebensministeriums und des Österreichischen Ökologie-Instituts waren folgende Initiativen vertreten und präsentieren ihre Projekte: G´scheit feiern (Abfallwirtschaftsverband Weiz, Land Steiermark), Wiener Abfallvermeidungsstrategie „Natürlich Weniger Mist“, Tiroler Umwelt- und Abfallberatung (ATM), „Umweltfreundliche Gastlichkeit beim Bauernherbst“ (Salzburger Landesregierung), „ghörig feschta“ (Umweltverband Vorarlberg) und „Sauberhafte Feste“ (Öffentlichkeitsarbeit der NÖ Abfallverbände).
Um die einzelnen Initiativen zu vernetzen, wurde das Bund-Bundesländer-Netzwerk "Nachhaltige Feste in Österreich" ins Leben gerufen.

Seine offizielle Taufe hat das Netzwerk am 2. Dezember 2008 im Zuge der 2. Internationalen Konferenz »Green Events Austria« in Linz erfahren. Die Konferenz »Green Events Austria«, war eine Veranstaltung des österreichischen Lebensministeriums in Kooperation mit der Oö. Akademie für Umwelt und Natur, die am 1./2. Dezember 2008 in Linz mit rd, 200 TeilnehmerInnen stattfand. Der Workshop Regionale Festkultur wurde mit ca. 50 TeilnehmerInnen abgehalten. Weitere Netzwerktreffen fanden statt:

  • Graz: 9.3.2009
  • Innsbruck: 14.5.2009 
  • Wien: 16.9.2009
  • St. Pölten: 7.4.2010
  • Oberpullendorf: 11./12.10.2010

Neben dem Lebensministerium nehmen derzeit folgende Bundesländer am Bund-Bundesländernetzwerk teil:

Das Bund-Bundesländer-Netzwerk "Nachhaltige Feste in Österreich" bietet: 
  • eine gemeinsame Plattform für Lobbyingarbeit für "Nachhaltige Feste" auf Bundesebene;
  • einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch durch Netzwerktreffen, wobei die Netzwerkpartner über Planung, Organisation, Marketing, Kommunikation, technische Aspekte etc. informiert werden;
  • Nutzung von Synergieeffekten durch laufendes Infoservice und formellen u. informellen Austausch zwischen Netzwerkpartner und Koordinatoren;
  • Inhaltliche Abstimmung bei Qualitätskriterien;
  • einen regelmäßig erscheinenden Newsletter über Neuigkeiten im Bereich "Nachhaltige Feste in Österreich" und Best Practice Beispiele;
  • Aufbau strategischer Partnerschaften und Zugang zu Medien.

08.10.2010, GreenEvents