Abfallmanagement
Der meiste Abfall entsteht durch Einwegverpackungen von Speisen und Getränken, Wegwerfgeschirr, Einwegbecher und Werbeflyer. Durch die Verwendung von Mehrweggeschirr profitiert jede Veranstaltung. Bis zu 90% Gesamtabfall werden dadurch vermieden und der Event gewinnt an Fest- und Esskultur.
Die Praxis zeigt leider, dass eine gut getrennte Müllsammlung im Besuchsbereich nicht zufriedenstellend funktioniert! Deswegen sollten Abfälle gar nicht erst entstehen.Durch die Verwendung von Mehrweggeschirr wie Porzellanteller, Gläser oder waschbare Mehrwegkunststoffbecher und Metallbesteck gewinnt jede Veranstaltung an Schönheit und Fest- bzw. Esskultur. Zudem wird bis zu 90% Gesamtabfall vermieden.
exemplarische Maßnahmen
- Mehrweggeschirr. Verwenden Sie für Teller, Besteck und Becher kein Wegwerfgeschirr! Einigen Sie sich im Organisationskomitee darauf, dass Ihre Veranstaltung nur mit Mehrweg durchgeführt wird.
- Mehrwegsystem. Servieren Sie Speisen nur auf Porzellangeschirr mit Metallbesteck und Getränke in Mehrweggebinden. Holen Sie bei verschiedenen Unternehmen von Mehrwegsystemen Angebote ein. Diese können Sie auch bei der Festlegung der richtigen Becher bzw. Geschirrmengen professionell beraten. Sie können auch Kooperationen mit örtlichen Gastwirtschaften oder Großküchen in Schulen, Altersheimen oder Kasernen des Bundesheers suchen. Diese verleihen in der Regel auch Gläser, zum Teil auch mehrfach verwendbare Kunststoffbecher. Bei Festen mit großer Personenzahl ohne eigene Spülmöglichkeit kann die Ausleihe eines Geschirrmobils eine „saubere Sache“ zur Abfallvermeidung sein. Es ist mitunter auch möglich, Geschirr auszuleihen, das ungespült zurückgegeben werden kann.
- Machen Sie alle Betreiber und Betreiberinnen von Restaurants und Verkaufsständen von Lebensmitteln rechtzeitig auf das Mehrwegsystem aufmerksam, damit genügend Zeit für die Organisation bleibt. Die Verwendung von Mehrwegsystemen sollte Bestandteil des Vertrages mit dem Restaurant bzw. dem Stand sein.
- Wo Gläser nicht verwendet werden dürfen (z.B. aus Sicherheitsgründen auf Sportplätzen), setzen Sie waschbare Mehrwegkunststoffbecher ein.
- Planen Sie rechtzeitig. Bei den Anbietern von Mehrwegsystemen kann es in der Hochsaison zu Engpässen kommen. Kalkulieren Sie die nötige Infrastruktur und den Personalaufwand.
- Bestimmen Sie eine verantwortliche Person für die Organisation der „sauberen Veranstaltung“. Je nach Größe der Veranstaltung braucht es auch jemanden, der die Vereinbarungen kontrolliert.
- Pfandsystem. Führen Sie ein Pfandsystem ein. Geben Sie alle Getränkegebinde nur gegen ein Pfand von 2 € ab, damit sie vollständig wieder zurückkommen.
- Vermeiden. Nutzen Sie auch die Möglichkeit, Speisen ohne Geschirr und Besteck anzubieten; z.B. Speisen direkt im Brötchen oder in Pergamentesatzpapier oder Waffeln in einer Serviette.
- Verzichten Sie auf das Verteilen von Flyern und achten Sie darauf, dass während des Festes niemand andere Zettel verteilt. Kündigen Sie ihr Programm durch genügend, strategisch gut positionierte Plakate an. Während des Festes können die Gäste durch regelmäßige Durchsagen, Beamer oder durch eine moderne Bildschirmtechnik gut über den Programmverlauf informiert werden.
- Planen Sie die Dekorationen so, dass diese oder Teile davon an anderen oder der nächsten Veranstaltung wieder verwendet werden können. Und verwenden Sie möglichst umweltschonende Materialien.
- Vermeiden Sie Alu-Dosen und Einweg-Glasflaschen.
- Abfalltrennung. Die getrennte Sammlung von Abfall im Servicebereich ist ein Muss. Trennen Sie nach Glas, Papier, Metallverpackungen, Kunststoffverpackungen, Biomüll, Speiseöl und Restmüll und entsorgen Sie diese Abfallsorten umweltgerecht. Im Besuchsbereich funktioniert erfahrungsgemäß eine Mülltrennung nicht befriedigend. Deswegen sollte dringend ein Mehrwegsystem für Geschirr und Besteck verwendet werden. Für den Restmüll stellen Sie möglichst viele Müllbehälter mit großen Einwurföffnungen an gut sichtbaren Plätzen auf - am Besten neben den Konsumationsständen. Achten Sie darauf, dass die Restmüllbehälter während der Veranstaltung nicht übervoll werden. Sonst kommt es zu unschönen Müllbergen.
- Großgebinde. Verwenden Sie Großgebinde oder Spender an Stelle von Portionsverpackungen (etwa für Zucker, Kaffeemilch, Senf oder Ketchup).
- Umweltzeichen. Achten Sie darauf, dass Ihre Plakate und Aussendungen von einer Druckerei mit Umweltzeichen auf Umweltschutzpapier gedruckt werden.
10.09.2009, GreenEvents


